Auf den Altären der Rahdener Kirchengemeinde gibt es in diesen Wochen etwas neues: Die Altarbibeln werden durch neue Exemplare ersetzt. An einigen Predigtstätten sind die Bibeln mit Jahresbeginn schon in Gebrauch genommen worden, andere werden noch folgen. Einer Initiative der westfälischen Landeskirche ist es zu verdanken, dass nicht nur unsere Gemeinde so großzügig bedacht worden ist. Die Präses unserer Landeskirche, Frau Annette Kurschus, hat aus Anlass es Reformationsjubiläums allen 503 Gemeinden der westfälischen Kirche Exemplare der revidierten Lutherbibel 2017 zum Geschenk gemacht. Sie hat es sich auch nicht nehmen lassen, alle ca. 1000 Bibeln mit einer persönlichen Widmung zu versehen.

Neue Lutherbibel auf dem Altar in Sielhorst.

Für die Rahdener Kirchengemeinde bedeutet das sieben neue Bibeln für die Auferstehungskirche in Wehe, die Christuskirche in Tonnenheide, das Paul-Gerhardt-Haus, die Kapellen in Sielhorst und in Varl, die St. Johannis-Kirche und für die Altenheimseelsorge. Während in den Kapellen und Kirchen ringsum die Bibeln in diesen Tagen in Gebrauch genommen werden, will man in der St. Johannis-Kirche noch warten: am 19. Februar ist dort ein besonderer Gottesdienst "auf dem Weg zum Reformationsjubiläum" geplant, zu dem die ganze Gemeinde der Region Rahden eingeladen ist. In diesem Gottesdienst wird Superintendent Dr. Uwe Gryczan die Festpredigt halten. Kann es einen besseren Anlass geben, die Bibel, deren Übersetzung wir letztenendes Martin Luther verdanken, in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken?

Fast tausend Exemplare des 28 mal 18,3 Zentimeter großen und in silbergraues Leinen gebundenen Buches wurden von der Landeskirche zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar verschickt.
500 Jahre nach der Reformation wurde Luthers Bibelübersetzung gründlich revidiert. Das Erscheinen der Lutherbibel 2017 ist ein Höhepunkt des Reformationsjubiläums. Über fünf Jahre lang haben rund 70 Theologinnen und Theologen gemeinsam mit anderen Fachleuten den Text überarbeitet. Ziel war es, nach der Revision von 1984 eine größere sprachliche Genauigkeit herzustellen und gleichzeitig der Sprachkraft Martin Luthers gerecht zu werden. »Luthers Sprache verbindet auf unvergleichliche Weise Theologie und Poesie, Sorgfalt und Kreativität, Bilder und Klang miteinander«, erklärt Präses Annette Kurschus, leitende Theologin der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW).