Lutherbildnisse - von Cranach bis zur Bildzeitung

Aufgrund des Reformationsjahres hält Dr. theol. Albrecht Geck, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Osnabrück, am Donnerstag, dem 07.09., um 19.30 Uhr im Gemeindehaus in Rahden, einen Vortrag zum Thema „Lutherbildnisse – von Cranach d.Ä. bis zur Bild-Zeitung“

Martin Luther (1483-1546) gehört zu den am häufigsten porträtierten Personen abendländischer Kirchengeschichte: Von Lucas Cranach d.Ä., der Luther als Mönch, Doktor der Theologie oder Kirchenvater darstellt, bis zum Luther der Gegenwart als mediales Icon, großer Kommunikator und Werbe-Ikone. Dazwischen liegen Lutherbildnisse aus allen Epochen – als milde lächelnder Pietist, skeptisch drein blickender Aufklärer, romantisches Genie mit chaotischer Frisur oder visionärer Monarchist. Erkennbar wird die Geschichte einer Nation im Spiegel der Bildnisgeschichte eines Individuums. Dabei zeigt sich: Die Luthermemoria ist komplex und hat Licht- wie Schattenseiten. Was bedeutet dies für unsere Gegenwart und für die Zukunft? Der Vortrag ist interessant und unterhaltsam. Sie werden Lutherbildnisse sehen, die Sie erschrecken und amüsieren.

Dr. theol. Albrecht Geck, Jahrgang 1962, ist Professor (apl.) für Kirchengeschichte an der Universität Osnabrück und Leiter des Instituts für Kirchliche Zeitgeschichte des Kirchenkreises Recklinghausen (IKZG-RE). Hauptberuflich ist er Lehrer für ev. Religion und Englisch. Im Vorfeld des Reformationsjubiläums 2017 Publikations- und Vortragsstätigkeit zur protestantischen Erinnerungskultur mit Schwerpunkt auf der Bildnisgeschichte des Reformators sowie der Geschichte der Luthermemoria.