„Bibelarbeit?“, „Nee, lass mal..“ So oder so ähnlich lautet bei vielen die Reaktion auf das Thema Bibelarbeit. Denn mit ihr verbindet man eher eintöniges Lesen von nicht immer einfach verständlichen Texten. Was aber wäre, wenn man sich dem Bibeltext in einer anderen als der „herkömmlichen“ Weise nähern könnte. Genau dies ist das Anliegen des Werkwinkelprojekts. (Werkwinkel ist entnommen aus dem Niederländischen. "Werk" bedeutet "Arbeit", unter "Winkel" versteht man ein Geschäft oder einen Laden. Das zusammengesetzte Wort "Werkwinkel" wird für das englische Wort "Workshop" verwendet.) Die Katechumenen in Wehe hatten im Rahmen eines Jugendgottesdienstes so die Gelegenheit, sich mit dem 139. Psalm auf unterschiedliche Weise zu beschäftigen. Ein Rundgang in der abgedunkelten Weher Auferstehungskirche führte durch verschiedene Stationen, die den Psalm mit verschiedensten Materialien – Stoffen, Kerzen, Steinen, Pappen, Zettel, Spiegel usw. – darstellten. So wurde der biblische Text für jeden anschaulich und vor allem be-greif-bar. Das Werkwinkelprojekt verwandelte die Auferstehungskirche in einen Raum, der auf kreative Weise zur Stille anleitete und einlud zu verweilen und mit Gott selber ins Gespräch zu kommen.