„Abends, wenn es dunkel wird
und die Fledermaus schon schwirrt,
ziehn wir mit Laternen aus
in den Garten hinterm Haus.
Und im Auf- und Niederwallen
lassen wir das Lied erschallen:
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!“

Dieses Lied kommt am besten an bei Klein und Groß, wenn am 10. November Kinder aus der Altgemeinde durch die Straßen ziehen. Mit ihren Laternen sind sie unterwegs, auch viele Eltern sind dabei, wenn sie ihre Runde drehen durch die Straßen Am Waldbach, Schulstraße und Hubertusring. Immer mit dabei ist Petra Detering-Spreen mit ihrer Spendendose. „Und die Leute geben gern etwas, wenn wir kommen und singen,“ sagt sie. „Schließlich sammeln wir für Kinder in Not.“ Das Geld, das bei dieser Aktion zusammenkommt, ist immer bestimmt für „Terre des Hommes“.

In diesem Jahr waren es 13 Kinder, begleitet von einigen Erwachsenen, die sich am 10. November auf den Weg machten und ihre Lieder sangen, und natürlich war auch Petra Detering-Spreen wieder dabei. Sie erinnert sich an die Anfänge, als man sich vor 26 Jahren zum ersten Mal verabredete, um beim Martinssingen Spenden für Kinder zu sammeln. „Die Kinder von damals sind inzwischen alle groß,“ sagt sie und berichtet von einer Aktion, die damals auf Initiative der Kirchengemeinde zustande kam. Seit damals hat sie nie ein Martinssingen verpasst. Und immer hat sich eine Schar großer und kleiner Sängerinnen und Sänger gefunden, die gern mitgemacht haben.

In diesem Jahr konnte das gute Ergebnis von 2014 noch einmal übertroffen werden: immerhin 146,05 Euro kamen zusammen. Bei der Übergabe bedankte sich Pastorin Gisela Kortenbruck und versprach, das Geld an „Terre des Hommes“ weiterzuleiten, damit deren wichtige Arbeit weitergehen kann.

Natürlich sind bei den Kindern auch Süßigkeiten beliebt, mit denen sie sich gern beschenken lassen; und auch heiße Getränke finden immer dankbare Abnehmer. Und dann geht es weiter zum nächsten Haus, wo dann das nächste Lied erklingt. „Wir können eine ganze Reihe Lieder singen: Sankt Martin - Laterne, Laterne - Rabimmel, Rabammel - Durch die Straßen... aber am liebsten singen wir doch ‚Abends, wenn es dunkel wird!‘ Und wenn dann die Laternen leuchten, dann ist es immer wieder schön!“ sagt sie - und freut sich schon auf das nächste Jahr.